Zwei Nationalräte an der 20. Hauptversammlung


An der 20. Hauptversammlung der SVP Ortspartei Niederhelfenschwil haben gleich zwei Nationalräte teilgenommen. Mike Egger als Neo-Nationalrat und Ständeratskandidat sowie Verena Herzog als Referentin über das leidige und doch spannende Thema Gesundheitskosten.


Eine Chance im Gesundheitssystem namens EFAS
Marc Schönenberger begrüsste am Donnerstagabend als Präsident die Mitglieder der SVP Ortspartei Niederhelfenschwil sowie zahlreiche Gäste zur 20. Hauptversammlung und zum Referat von Frau Nationalrätin Verena Herzog über die Gesundheitskosten im Restaurant Kreuz in Niederhelfenschwil.

Ständeratskandidat Mike Egger
Vorausgehend an die Hauptversammlung stellte sich Ständeratskandidat Mike Egger aus Berneck den Anwesenden vor. Egger möchte sich für eine geeinte und starke Ostschweizer Vertretung in Bern einsetzen. Die Schweiz höre für ihn bei Winterthur nicht auf, sondern gehe über St.Gallen bis ins Rheintal. Den Wirtschaftsstandort fördern sowie Reduzierung der Bürokratie sind weitere Anliegen, für welche er sicher gerne im Ständerat einsetzen möchte.

Erfolgreiches Jahr für die Ortspartei
Für den Präsidenten Marc Schönenberger war das vergangene Jahr ein sehr erfolgreiches. Die Ortspartei schaffte es einen Antrag für eine Steuersenkung beim Gemeinderat zu platzieren und ihn davon zu überzeugen. Zwar nicht die gewünschten 6%, aber mit 4% konnte sich der Vorstand auch zufriedengeben. Bei der Stellungnahme zur Änderung der Gemeindeordnung, welche der Gemeinderat Ende Jahr anfragte, konnte sich der Vorstand ebenfalls wieder positiv einbringen und hat einen zusätzlichen Antrag eingebracht der seine Früchte trug. Die erfolgreiche kommunal und regionale Politik scheint gut anzukommen, denn die Ortspartei konnte im vergangenen Jahr sieben neue Mitglieder aufnehmen.

Eine Chance im Gesundheitssystem namens EFAS
Nach dem offiziellen Teil ergriff Frau Nationalrätin Verena Herzog aus Frauenfeld das Wort und berichtete über die neusten Erkenntnisse aus dem Gesundheitswesen. Als Mitglied der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats, ist sie bestens Informiert. Medizinischer Fortschritt, Menschen die immer älter werden, neue Krankheiten und hoher Anspruch an die Qualität der Behandlungen sind nur einige Punkte, welche die Gesundheitskosten weiter zum Steigen bringen. Die unfaire Verteilung der Kosten zwischen Kanton und Krankenkassen bei den stationären Behandlungen soll korrigiert werden. Der Kanton soll sich ebenfalls an den ambulanten Behandlungskosten beteiligen. Richten soll es das System EFAS, die einheitliche Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen. Kanton und Krankenkassen zahlen beide gleich viel in einen Topf ein. Von diesem Topf aus werden dann die stationären sowie ambulanten Kosten bezahlt. Somit hört das Gezerre von ambulanten zu stationären Behandlungen und umgekehrt auf. Die Gesundheitskommission des Nationalrats hat nun die Vernehmlassung dazu eröffnet und hat grosse Hoffnungen in das neue System EFAS, berichtet Verena Herzog den Anwesenden.